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April 29th, 2006

Freundschaft. Was macht eigentlich eine Freundschaft aus? Neulich erhielt ich eine Email von H. . Seither trage ich wieder vielerlei Gedanken mit mir herum. Diese Gedanken handeln einerseits davon, was aus der Beziehung zwischen H. und mir geworden ist. Zum anderen denke ich darüber nach, was eigentlich eine Freundschaft ausmacht. Ich hatte ganz oft für teilweise lange zeitliche Perioden, enge und engste Freunde. Ich hatte gleichzeitig niemals viele Freunde und ich hatte auch nicht den Bedürfnis, viele Freunde zu haben. Wenige gute Beziehungen genügen mir vollauf.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem „Früher“ und dem „Heute“? Früher hatte ich, wie schon erwähnt, sehr häufig beste Freunde, ich hatte meistens einen engen Vertrauten und Seelenverwandten. In den letzten Jahren war ich dagegen immer alleine. Natürlich gibt es in meinem Leben meine Beziehung, es gibt Steffi. Sie ist der Anfang und das Ende von allem, immer. Ich könnte und ich wollte gar nicht anders leben. In meinem sonstigen Leben pflegen wir natürlich noch andere Beziehungen. Wir sehen Menschen, telefonieren, schreiben uns Briefe. Treffen mit diesen Menschen können unendlich anregend sein und kurzweilig. Nach einem gemeinsamen Abend sieht man sich dann meist aber eine Weile nicht mehr. Der Kontakt friert zwischendurch immer wieder ein, jedermann kehrt in seine ureigenen Umlaufbahnen zurück. Die Umlaufbahnen der anderen haben mit unseren Umlaufbahnen aber beinahe nichts gemein. Schon deshalb fordert man an dieser Stelle keine Nähe, man braucht diese Nähe nicht lebensnotwendig. An dieser Stelle befinde ich mich, wie ich meine, am Kern der Sache. Ich will mich mehr mit Menschen umgeben, an deren Leben ich teilhabe und die natürlich umgekehrt auch an meinem Leben teilhaben sollen. Ich will Nähe spüren, ich will auch Nähe spenden, ich will jemand Wichtiges sein für jemand anderen. Ich will endlich wieder Freundsschaft fühlen und leben.

Schon beim Schreiben der Worte weiss ich instinktiv, dass ich erst wieder einen Weg gehen müsste, um offen zu werden für Freundschaft. Es wird mir wirklich vollkommen klar und logisch, dass ich mich zuerst wieder selbst öffnen muss, um entdeckt, gemocht und geliebt zu werden.

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April 1st, 2006

Erst gestern habe ich gedacht, dass ich erst in diesen Tagen langsam ein Gefühl für das Bloggen in der neuen Heimat bekomme. Ich habe das Theme gewechselt, habe es natürlich auch angepasst und nun müssen die kommenden Tage zeigen, ob die Veränderung richtig war/ist. Vom Gefühl her würde ich sagen: Jetzt ist der gesamte Inhalt ein Stückchen näher an mir dran’. Vorerst brauche ich noch kein Theme, welches technisch sehr viele Möglichkeiten bietet. Gerade in den letzten Wochen zieht es mich ohnehin mehr zu den einfachen Dingen, wieso sollte dies hier anders sein. Na ja, man wird sehen, wohin der Weg führt. Time will tell ..

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