November 3rd, 2008
Eigentlich haben sie schon viel früher begonnen. Aber so richtig bemerke ich erst gerade, daß der Winter mit großen Schritten auf uns zu kommt. Die Tage sind schon wieder sehr kurz. Es ist noch keine 18 Uhr und draussen ist es stockdunkel. Neben dem Schreibtisch türmt sich ein kleiner Stapel Bücher. Daneben liegen die letzten beiden Ausgaben »DIE ZEIT«. Lesen macht zwar immer Spaß. Wenn es aber keine Alternative ist, im Garten zu sitzen, zu grillen oder einfach mal eine kleine Runde mit dem Motorrad zu drehen, dann erscheint einem das Lesen dicker Bücher noch Alternativloser als sonst. Also: Frisch ans (literarische) Werk :) ..
Tags: Bücher, Lesen, Motorrad, Winter(Art)Verwandtes:
Oktober 5th, 2008
Ich liebe Sitzsäcke. Das war schon immer so. Leider besass ich niemals einen eigenen Sitzsack und sass als Teenie stattdessen bei Freunden bevorzugt auf Sitzsäcken und genoss den bequemen und sich individuell dem Rücken anpassenden Sitzkomfort. Mit einem Sitzsack war man cool und man zeigte ganz nebenbei, dass man anders war. Besitzer eines Sitzsackes waren nicht selten Individualisten. Irgendwann habe ich diese wunderbaren Sitzmöbel aber aus den Augen verloren. Man wurde erwachsener und ein Sitzsack war etwas, was man mit Jugend und Unerwachsenheit übersetzt hat. Manchmal ist man eben ganz schön doof ;). Neulich, auf dem Barcamp Stuttgart, bin ich dann rein zufällig, wieder einmal auf das Thema Sitzsäcke gestossen. Crow’n’Crow trat auf dem Barcamp als Sponsor auf. Ich sah mir sehr aufmerksam die sehr geilen Messenger-Taschen von Crow’n’Crow an und bemerkte auch schnell, dass man dort eben auch Sitzsäcke anbietet. Diese gefallen mir schon deshalb, weil sie sehr stylish gestaltet sind. In Sachen Sitzkomfort erinnerte sich mein Rücken sofort dankbar an frühere Zeiten :). Auf dem Barcamp wurde sonntags dann ein sehr schöner Sitzsack verlost. Man konnte zwischen verschiedenen Designs wählen. Ich war doch ziemlich überrascht, als die Schokodinatorin (aka Christin Heuer) meinen Namen aus der Losschüssel zog. Ich war Hauptgewinner, war nebenbei vollkommen platt und bin nun tatsächlich der stolze Besitzer eines wunderschönen Sitzsackes von Crow’n’Crow :).
Der Sack und ich. Und nun?
Seit dem Barcamp ist eine Woche vergangen und ich habe mir überlegt, wo der Sitzsack zukünftig wohnen soll. Ich denke, ich habe ein schönes Plätzchen im Arbeitszimmer ausgesucht. Leider muss ich den Platz erst noch »vorbereiten«, weil aktuell dort noch allerlei Zeugs den Einzug des neuen Sitzmöbels verhindert ;) (siehe Bild: der Grill, das Regal, Zeugs). Trotzdem freue ich mich sehr darauf, dass ich unmittelbar bei meinem Arbeitsplatz demnächst ein neues Plätzchen finden werde, an dem ich Lesen kann, an dem ich Surfen kann oder an dem ich mich einfach ein wenig entspannen kann. Endlich findet zusammen, was zusammen gehört. Sack und Sack gesellt sich eben ;) ..
Famous Last Words
Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle nocheinmal an die Schokodinatorin (Schoki macht eben glücklich :) ), an das Orga-Team des Barcamp Stuttgart und natürlich an Crow’n’Crow :)) ..
Tags: Arbeitszimmer, Barcamp, Crowncrow, Design, Hauptgewinner, Lesen, Sitzmöbel, Sitzsack, Sitzsäcke, Stuttgart, Zeit(Art)Verwandtes:
Februar 27th, 2008
Daniel hat schon vor einiger Zeit ein Stöckchen nach mir geworfen und ich freue mich sehr darüber, dass er dies getan hat, denn einerseits empfinde ich es als grosses Geschenk, was sich da über das Netz zwischen uns entwickelt und andererseits trifft mich das Stöckchen ausgerechnet zum Thema Bücher und Lesen. Schöneres kann mir kaum widerfahren. Ich nehme also ein Buch zur Hand und schlage die Seite 123 auf. Ich zitiere ..
2. Oktober, 1967 Montag
Dej Buh stestisteht gemalt in bunter Fraktur auf dem neonweißen Glaskasten, der den Vordergrund des Restaurants “U Svatého Václava” in hälften trennt. Es sitzt versteckt auf der Ostseite Manhattans, in den siebziger Straßen, imitten ungarischer und deutscher Wohngebiete. Der Weg dahin führt von der Lexington-Ubahn über die Dritte und Zweite Avenue, entlang baufälliger Quartiere, auf zerissenem Pflaster, vorbei an Ladenbseitzern auf Wache bei ihren Auslagen, unter den Blicken von Nachbarn im Gespräch auf Treppenstufen, hindurch zwischen Unrat und narbenstarrenden Katzen, neben verlassenen Schulhofwüsten und demontierten Autos zun einem kleinen Wohnhaus, dessen Erdgeschoß kein Restaurant zu erkennen gibt.
[Uwe Johnson: Jahrestage, Suhrkamp Taschenbuch 3220, Erste Auflage 2000, Suhrkamp Verlag Frankfurt, Seite 123]
Ich lese Johnsons Jahrestage nun schon zum dritten Mal. Immer lagen einige Jahre dazwischen und immer wieder entdecke ich Neues im Buch oder auch in der Herangehensweise. Für mich waren die Jahrestage bisher immer vor allem ein Roman eines deutschen Autoren, der Zeitgeschichte unendlich nahe brachte und den ich deshalb sehr mochte. In diesen Tagen nahm ich das Buch erneut zur Hand und lese es ganz anders. Ich lese es als NewYork Roman. Die Tagebucheinträge der Gesine Cresspahl vermitteln eben nicht nur den Einblick in das Denken und Fühlen eines Deutschen im Amerika der 1967er Jahre. Johnson schreibt auch über NewYork, schreibt über die New-York-Times und schenkt mir Impressionen, die ich heute sonst gar nicht mehr erleben könnte, denn das Zurückschauen auf eine Zeit ist nach meinem Eindruck immer anders als das Miterleben einer Epoche. Ich lese die Jahrestage heuer direkt nach John DosPassos Manhattan Transfer. Auch hier schreibt ein Autor über Amerika. Und indem ich die Inhalte beider Bücher miteinander verwebe, erhalte ich ein reichhaltiges, unendlich buntes und gleichzeitig unerwartet aktuelles Bild der amerikanischen Gesellschaft. Ich bin unendlich fasziniert und zutiefst begeistert. Einmal mehr gestehe ich: Ich liebe Literatur.
Stöckchen Definitionen
Ich möchte dieses Stöckchen nur allzu gerne weitergeben. Es ist schon herum gekommen und doch glaube ich fest daran, dass da draussen noch viele interessante Adressaten warten, die sich gerne auch beteiligen wollen. Nachfolgend liste ich auf, wie das geht mit dem Stöckchen. Es könnte ja immerhin sein, dass Dich das Stöckchen trifft ;-). Also:
- nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten,
- schlage es auf Seite 123 auf,
- suche den fünften Satz auf der Seite,
- poste die nächsten drei Sätze.
Und ich welche Richtung werfe ich nun das Stöckchen?
Das erste Stöckchen werfe ich in Richtung von Pierro Marie. Ich bin sicher, er kann was anfangen mit dem Thema und ich wäre schon sehr neugierig, was er schreiben wird. Also: Salut nach Berlin :-)! Als zweiten Adressaten möchte ich das Stöckchen in Richtung Ralf Graf werfen. Ralf ist ein VollblutCoder, verliert dabei aber nicht aus den Augen, dass es noch anderes gibt im Leben. Ich lese Ralfs Blog mit grosser Begeisterung und ich bin gespannt, welches Buch bzw. welchen Text er ins Spiel bringt. Mein drittes Stöckchen werfe ich voller Hoffnung auf Raphael Raue. Ich kann aktuell einfach nicht einschätzen, ob er sich noch für BlogStöckchen interessiert. Ich wäre allerdings schon sehr neugierig, was er thematisch einbringen würde und hoffe daher sehr auf sein Input. Über diese konkreten Adressaten hinaus möchte ich alle Leser ansprechen und auffordern, dass sie sich beworfen fühlen. Wenn ihr eine Idee habt, dann schreibt einen Beitrag nach obig definiertem Muster. Ich bin ja sooooo neugierig ;-).
Tags: Bücher, Lesen, Literatur, NewYork(Art)Verwandtes:


