Mai 30th, 2006
Ich lese derzeit viel in der Blogosphaere. Ich lese dort viel Schönes und Positives. Man liest aber auch manchmal von Unsicherheiten. Ich nehme teil, bin manchmal beinahe neidisch, gönne den Schreibern aber natürlich ihre meist schönen Momentaufnahmen. Selber hänge ich aktuell fest, bin allzu oft gefangen in meiner jetzigen Lebenssituation. Die Arbeit fehlt, sie fehlt einfach beinahe überall; das ist nicht nur eindimensional das Monetäre. Vielmehr fehlt Bestätigung, es fehlt der Nährstoff, der mir die nötige Portion Selbstbewusstsein gibt, um zufrieden zu sein und mein Leben aktiv zu gestalten. Meine Arbeit fehlt tatsächlich und ganz konkret überall. Die falschen Gedanken nagen und fressen sich tief in das Denken und Fühlen, sie durchdringen mich wie ein Schädling einen kranken Baum. Sie zerstören vielfach die Basis all dessen, was ich nach meiner inneren Lebensplanung für wichtig halte. Wie gesagt, ich denke hier gar nicht in erster Linie an monetäre Dinge. Die kann ich glücklicherweise noch bewerkstelligen, auch ohne die grosse nutzlose Behörde. Man muss mich nicht verwalten.
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Mai 20th, 2006
Gerade habe ich in der Zeit ein Interview von Jens Lehmann gelesen. Ich habe darin einige Dinge neu entdeckt und habe ihn endlich mal von einer anderen Seite kennengelernt. Er spricht natürlich über Fussball, er spricht aber auch über seine drei Kinder und er spricht sogar ein wenig über die Beziehung zu seiner Frau. Das sind zwar eigentlich alles in allem nur wenige Sätze. Er ist dabei stets sehr bemüht, seine Familie aus seinem Business heraus zu halten. Dennoch gewinne ich neue Eindrücke. Er ist gewiss kein Mister Charming. Aber gerade, wenn ich Menschen erlebe, die ihr Inneres derart gut schützen, werde ich neugierig. Jens Lehmann sagt die richtigen Dinge. Seine Äusserungen sind reflektiert, alles ist gut durchdacht und er ist meinem Eindruck nach generell auch kein Mensch, der auf Fragen nicht antwortet. Alles in allem kann man, wenn man mag, einen sehr interessanten wenn auch nicht ganz einfachen Menschen kennenlernen. Das komplette Interview findet sich hier.
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Mai 19th, 2006
Neue Erkenntnisse zum Thema Morgen? Fehlanzeige. So mancher regelmässigere Besucher dieses Weblogs macht sich sicher seine Gedanken, ob denn schon wieder Gedanken zum Thema Der Morgen stattfinden müssen. Ich antworte: Ich muss nicht darüber schreiben, ich will es aber. Morgens ist der Tag meist noch in Ordnung. Ich bin ein Morgenmensch. Ich bin auch ein Nachtmensch. Ich geniesse einfach die stillen und unbeschwerten Stunden, die ich erleben darf. Allzu oft hadere ich derzeit mit meinem Leben, allzu oft fühle ich mich meinen Ängsten ausgeliefert. Meine Arbeitslosigkeit ist beinahe allgegenwärtig. Da kann es solche Morgenstunden gar nicht oft genug geben. Sie sind aktive Lebenshilfe, versorgen meine Akkus mit Kraft und ermöglichen es mir überhaupt, immer wieder neu gegen meine Dämonen anzutreten ..
.. heute ist es aber tatsächlich besonders schön. Draussen fliegen tiefhängende Wolkenfelder vorbei. Kaum bleibt ein einziges Wetterbild so lange vor meinen Augen hängen, dass ich mich daran gewöhnen könnte. Jeder neue Blick liefert einen vollkommen anderen neuen Eindruck. Da kann man verstehen, dass Jörg Kachelmann sagt, dass es nichts langweiligeres gibt, als immer gleiches schönes Wetter. Man muss unterscheiden. Die Auswirkungen dieser langatmigen Eindrücke sind natürlich für uns Sonnenanbeter erstrebenswerter. Wenn es aber um Vielfalt geht und um Naturwunder, dann ziehe auch ich das sogenannte schlechte Wetter dem Schönen, dem Warmen eindeutig vor. You must realize that these thoughts just my two cents.
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