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Was spricht eigentlich dagegen, wieder Spaß an Dingen zurück zu gewinnen, die doch eigentlich unwiederbringlich verloren schienen? Nichts! Ich entdecke derzeit das Lesen meiner Feeds wieder ganz neu. Zugegeben: Vorher habe ich erstmal meinen Feedwald aussortieren und bereinigen müssen. Wiederaufforstung tat Not. Alte Langweiler mussten raus, Neues, Gutes, Frisches musste rein und ein paar Evergreens bleiben, wie es den Anschein hat, ewig jung. Jedenfalls macht das Lesen jetzt wieder großen Spaß. Als letztes kleines Bausteinchen lese ich meine Feeds wieder via feedly. Das direkte Lesen aus Googles Feedreader oder aus Reader-Software wie Akregator sorgt auf Dauer auch dafür, dass man optisch nicht gerade angestochen wird, weiter zu lesen. Und so schaue ich froh und entspannt in meine LeseZukunft.

Ich war in Sachen Posterous spät dran und das hatte Gründe. Als ich anfing, via Posterous zu bloggen, habe ich an sich schon sehr sehr wenig gebloggt. Zudem wusste ich nicht genau, wohin mich die Reise in Sachen Bloggen & Co. führen würde. Kurz gesagt, ich war misstrauisch, ob es sinnvoll sein würde, noch eine Baustelle aufzumachen, um die an sich schon wenigen Inhalte ohne Not zu streuen. Schlussendlich hat aber die Neugierde gesiegt und ich begann, via Posterous zu bloggen.

Meine Posterous Geschichte

Ich war schon nach kurzer Zeit begeistert, weil das Bloggen an sich unendlich einfach war. Der Weg zwischen dem Gedanken im Kopf und dem veröffentlichten Artikel war aberwitzig kurz. Sogar ganze Bilder-Reihen konnte man auf simple Art und Weise veröffentlichen. Ich schrieb schnell und für meine Verhältnisse viel. Alles lief prima und ich habe sogar überlegt, ob ich mein normales Blog nicht schliessen soll. Posterous schaffte es sogar, meiner Community wieder etwas näher zu kommen. Posterous war und ist beinahe so direkt wie Twitter in der frühen Phase. Leise Zweifel meldeten sich aber schon nach kurzer Zeit erneut zu Wort: Wie ist mit den veröffentlichten Bildern? Kann ich da weiter bestimmen, was mit ihnen geschehen soll und was nicht? Was ist mit meinen Texten? Es ist nicht so, dass ich sie für unendlich wertvoll halte und auf meinem klassischen Blog habe ich die Texte ja auch unter CC-Lizenz veröffentlicht. Nur: Halten sich Leute daran oder klauen sie einfach Sachen, ohne das ich das überhaupt merke? Also, nochmal: Mir geht es nicht um Geld, mir geht es vor allem darum, dass meine Texte und Bilder nicht für Dinge verwandt werden, die mir nicht Recht sind. Der Aspekt des relativ direkten Kontaktes zur Community war und ist in Posterous aber tatsächlich bis heute immer noch vorhanden.

Mein vorläufiges Fazit

Wo man bei Twitter auf Listen ausgelagert wird oder über andere Wahrnehmungsschwellen klettern muss, um zu seinen Leuten überhaupt noch vorzudringen, bietet Posterous einen recht kurzen »Dienstweg« an. Das bleibt ein Pluspunkt. Dennoch werde ich meinen Posterous Account ersteinmal nicht mehr aktiv weiter nutzen. Ich will meine Schriften und Bilder hier auf meinem eigenen Blog, selbst gehostet, ins Netz stellen. Ich bestimme die Optik, ich bestimme auch alle anderen Parameter im Zusammenhang mit den Inhalten. Es ist einfach »Meins«. Über die letzten Monate habe ich vielen Diensten den Rücken gekehrt. Ich will mein Tun konzentrieren und nicht auf unendlich vielen Plattformen immer nur ein bisschen tun. Und Posterous ist eben auch nur eine weitere Plattform. Ich jage und sammele bei Weitem nicht soviel und brauche daher auch keine ausgeklügelte Logistik für das Sammeln und das Verteilen von Inhalten, Links und Gedöns. Wer andere Ansprüche hat, dem kann Posterous sicher eine extrem effektive und sogar auch noch sympathische Plattform sein. Posterous war und ist ein toller Service. Ich brauche ihn halt derzeit einfach nicht.

Schon seit einiger Zeit beobachte ich mit großer Neugier, wie sich der Markt für Smartphones entwickelt. Dabei gilt mein besonderes Interesse Googles Android und der Verbreitung auf dem Markt für Smartphones.

Marktanteile heute und in der Zukunft

Mobile Endgeräte, die Android als Betriebsystem nutzen, hätten aus meiner Sicht eine sehr gute Chance, Apples iPhone eine starke Konkurrenz zu sein. Wenn Android gegenüber Apples iPhone noch nicht mehr Marktanteile gewonnen hat, so liegt das mehr an der Schwäche der anderen Hersteller als an der Stärke von Apple. Immer mehr Leute wünschen sich eine Alternative und würden Apple für sein Auftreten am Markt nur allzu gerne abstrafen. Alleine: Ob es Samsung ist oder HTC, die Hersteller mobiler Endgeräte sehen Android derzeit offenbar mehr als eine billige Möglichkeit, mit wenig eigenem (Entwicklungs)Aufwand ein Betriebssystem für ihre Endgeräte zur Verfügung zu haben. Eine Weiterentwicklung bestehender Modelle und ein Beseitigen von Schwächen wird, so jedenfalls mein Eindruck, derzeit gar nicht gewollt. Dabei würde doch gerade erst durch das soft- und hardwareseitige Weiterentwickeln der Endgeräte ein großes Entwicklungspotenzial und die hohe Entwicklungsgeschwindikgeit zum Tragen kommen. Dadurch könnte man sich schnell positiv von Apple unterscheiden und würde sicher auch Marktanteile gewinnen.

Chancen und Risiken. Eine sehr positive Zukunft wäre möglich

Ein Ausweg wäre, wenn Google sich dazu entschliessen könnte, immer ein Modell auf den Markt zu bringen und zu halten, welches stetig weiterentwickelt würde. Google könnte so die Stärken des Betriebssystems zeigen und andererseits würden die so genannten arrivierten Hersteller von androidbetriebenen mobilen Endgeräten einen größeren Druck spüren. Mit etwas Glück würde sich sogar die Erkenntnis durchsetzen, dass es auf lange Sicht keinen Sinn hat, teure Smartphones zu entwickeln, zu bauen und zu verkaufen und für diese Geräte schon wenige Monate nach dem Verkauf keinen inhaltlichen Support mehr zu leisten (Stichwort: Software-Updates). Käufer dieser teuren Geräte werden sich innerhalb kürzester Zeit von diesen Herstellern abwenden und werden dann, manchmal durchaus zähneknirschend, doch wieder beim an sich eher mittelmässigen iPhone landen. Das iPhone ist hardwareseitig nur mittelmässig ausgestattet und doch begeistert es viele Nutzer, weil das OS und das gesamte Bedienkonzept einfach vorbildlich ist. Man stelle sich einmal vor, was passieren würde, wenn man eine hochwetige Hardware mit einer hochwertigen Software verbindet und es dann auch noch schaffen würde, Kunden durch stetige Weiterentwicklung zu binden? Apple würde wohl relativ schnell Marktanteile verlieren und die Nutzer solcher Smartphones hätten ganz neue Optionen .. :)