Mai 14th, 2008
Seit einigen Tagen ist es also nun soweit: Ich habe die aktuelle Version von Ubuntu-Linux auf meinen Rechner gespielt. Sie hört auf den Namen Hardy Heron. Meine letzten Erfahrungen mit Linux sind schon ziemlich lange her. Ich hatte eine RedHat Distribution installiert. Sie nahm, genau wie das jetzt mit der Ubuntu Distribuation der Fall ist, einen Teil der Festplatte in Anspruch, die sonst von Windows benutzt wurde. Damals ging eine Installation noch sehr kryptisch vor sich. Auch der Betrieb des Systems kam nicht wirklich ohne die Arbeit auf der Konsole aus. Seither hat sich vieles verändert. Ubuntu hat das Licht der Welt erblickt. Ubuntu ist eine Linux Distribution, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Robustheit von Debian mit einer bis dahin nicht gekannten Einfachheit im Umgang zu verbinden. Ubuntu nutzt Gnome als grafische Oberfläche. Für mich persönlich ist das nach meinem aktuellen Wissensstand genau die Art von Optik, die ich gut finde. Schon aus Neugier werde ich mir aber auch KDE 4 anschauen. Installiert ist es schon :) ..
Ubuntu will kein Windows Ersatz sein
Schon bald wird es soweit sein. Ich brauche noch etwas Hardware und einige Antworten auf noch offene Fragen und dann geht es los. Ich werde meinen alten stationären Rechner zu einem reinen Linux Rechner machen. Dabei werde ich einen Teil der Festplatte im NTFS Format belassen, damit ich diesen Teil als Datamining Station weiterhin nutzen kann. Ansonsten gehört die volle Aufmerksamtkeit Ubuntu. Ich brauche Windows (auf diesem Rechner) nach jetzigem Erkenntnisstand nicht mehr unbedingt und ich will mich auch absichtlich vollkommen in diese wunderbare neue Ubuntu-Welt stürzen. In einem Brief an DEN Windows Nutzer formulieren es die Anhänger der Ubuntu-Community absolut treffend: Sie schreiben, dass Linux an manchen Stellen anders ist als Windows und das dies auch gut ist so. Immerhin wollte Linux kein Windows sein oder werden. Und genau das will ich auf meiner alten Kiste leben. Ein anderes Leben abseits von den kommerziellen Betriebsystemen aus Cupertino und Redmond. Ich freue mich :) ..
Tags: Distribution, Gnome, Hardy, KDE, Linux, RedHat, Ubuntu(Art)Verwandtes:


Herzlichen Glückwunsch! Bei mir läuft mittlerweile seit Jahren nur noch (K)Ubuntu auf dem Desktop, wobei ich momentan Gnome mehr abgewinnen kann als KDE4, das mir immer noch etwas unfertig erscheint. Aber das ist ja das Schöne an Linux: Man hat meistens die Wahl :O)
Lightroom läuft nicht auf Linux, glaube ich.. :(
@Matthias Danke Dir :). Ich mache schon seit den 90er Jahren immer mal wieder Versuche mit Linux und seit einiger Zeit habe ich endlich das Gefühl, es deckt vollkommen ab, was ich brauche. Übrigens, ich bin auch ein Gnome-Fan :). Linux mit Gnome gefällt mir einfach noch besser. Ich will KDE aber eine faire Chance einräumen. Ich werde also zu KDE erst etwas sagen, wenn ich es mir wirklich eingehend angeschaut habe. Ich freue mich auf die Arbeit am »neuen Rechner« und ich freue mich vor allem auf die Erfahrungen, die auf mich warten :)) ..
Übrigens habe ich mir vorgenommen, hier im Blog auch ab und an über meine Erfahrungen zu schreiben und auch mal im RealLife zu Stammtischen zu gehen. Hey, wie war das: die Community lebt :)!
@Ulrich Das stimmt wohl. Ich komme bisher aber auch gut mit GIMP aus und nutze zusätzlich einige andere OpenSource-Produkte, um meine Photos nachbearbeiten zu können. Immerhin ist das Thema »Bildbearbeitung unter Linux« ein Punkt, auf den ich geradezu unerhört gespannt bin :) ..
Hi, hab mir auch die 8.04 Kubuntu Version parallel zu WinXP installiert und bin immer wieder erstaunt, wie angenehm das Arbeiten mittlerweile geht.
Letztens habe ich den Rechner meiner Mum (65) neu aufsetzen müssen und lange überlegt, ob ich nicht doch einfach ein Ubuntu/Kubuntu nehme. Hatte aber keine Zeit es zu erklären, daher wieder auf XP gesetzt (obwohl es ja auch XP Themes für KDE gibt).
KDE finde ich insofern besser, weil es mehr Einstellungen bietet.
Richtig genial finde ich mittlerweile wenn ein komplettes OS vom USB Stick aus bootet (=> http://www.pendrivelinux.com), auch als persistent.
Was mich an den X-Systemen stört sind die meist seltsamen Programmnamen, die oft nur aus ein paar unaussprechlichen Konsonanten bestehen. Und als WinUser natürlich die Schriftarten, die irgendwie unscharf wirken und erst mühsam eingestellt werden müssen.
@JKE Willkommen bei/auf der Morgenlandfahrt :)) ..
Ich bin derzeit auch sehr begeistert. Ich hatte in den letzten Jahren immer wieder Kontakt zu Linux, aber es haben mir meist noch Teilfunktionen gefehlt, die für mich wichtig waren/sind. Seit einiger Zeit dreht sich die Szene: es ist nicht nur so, dass mir nichts mehr fehlt, sondern ich werde geradezu überschüttet mit Möglichkeiten. In vielen Bereichen habe ich nicht eine gute Möglichkeit, sondern ich habe sogar viele. Und ich kann mir mein System wirklich exakt so ausstatten, wie ich das möchte. Das ist wirklich sehr genial :) ..
Zu der Sache mit den Schrifttypen: Ich habe mir angewöhnt, dass ich unter Linux native Lettertypen verwende und nicht automatisch welche, die ich aus der Windows-Welt kenne. Diese eigenen Schrifttypen sehen meist sehr gut aus. Zusätzlich gibt es natürlich einige Typen, die ich sowohl in der Windows-Welt als auch in der Linux-Welt einsetze. Ich komme mit dieser Vorgehensweise sehr gut klar :) ..
Ich wünsche Dir noch viel Spass mit Linux und vielleicht sieht man sich ja mal, in Twitter, hier im Blog oder beispielsweise in der realen Welt bei einer der kommenden pl0gbars (rhein-main) ;) ..
Ich habe Xubuntu 8.04 auf einem Thinkpad 600 installiert. Ich habe es wieder gelöscht, da es fehlerhaft ist und ein paar Sachen mühsamer sind als Windows XP. Ich versuche es trotzdem mit Ubuntu auf einem neueren Rechner.
@Daniel Herzlich Willkommen :) ..
Ich habe mal kurz gegoogelt, wie denn der Thinkpad 600 hardwaremässig ausgestattet ist. Ich muss vorausschicken, dass ich kein ausgewiesener Fachmann bin. Allerdings habe ich schon seit vielen Jahren immer mal wieder Kontakt zur Linux-Szene und es fiel mir immer auf, dass Hardware ein Schlüsselthema ist. Nach meinem Eindruck fährt man zwar mit älterer Hardware durchaus gut. Ich meine aber auch festgestellt zu haben, dass eine zuuuu alte Hardware auch Probleme machen kann, weil niemand mehr für diese Hardware »was hackt«. Ein Beispiel: ich betreibe mein Linux auf einem etwa fünf Jahre alten Rechner (P4, ATI Grafik, relativ neue Festplatte). Diese Hardware ist neu genug, um gut und schnell zu funktionieren. Noch ältere Systeme dürften ebenfalls funktionieren. Man muss halt evtl. Einschränkungen hinnehmen, weil vielleicht die Grafikkarte nicht mehr optimal unterstützt wird oder es keine optimale Anbindung der Netzwerkkarte mehr gibt. So gesehen kann ich mir wirklich gut vorstellen, dass ein PII System einfach ein wenig zuuuu alt ist, um darauf ein modernes Linux (wie es Ubuntu darstellt), sinnvoll zu betreiben.
Möglicherweise werden diese Zeilen von einigen Linux Experten gelesen. Diese mögen mich bitte korrigieren, wenn die von mir gemachten Beobachtungen falsch sind.
Seit Vista auf die Heimrechner vorinstalliert wird, scheinen viele den Weg zu Ubuntu/Linux gefunden zu haben. Ein Betriebssystem und eine wirklich enorm große Auswahl an Software die gut und kinderleicht zu installieren ist, nichts kostet, für das Internet bei den Servern die größte Plattform darstellen, sind schon ein sehr gutes Argument.