Abgelegt in: SchreibHeft
About. Über mich. Und überhaupt ..
Die Morgenlandfahrt ist mein privates Blogprojekt. Schon seit einigen Jahren betreibe ich das Bloggen auf verschiedenen (technischen und themenmässigen) Plattformen. Und ganz allmählich tritt der Kern dessen hervor, was mich am Bloggen nach wie vor am meisten interessiert: Es geht um das Schreiben und es geht darum, das Geschriebene frei publizieren zu können. Die Anfänge waren geprägt vom Interesse am Schreiben. Ich wollte einen Platz haben, an dem ich mich genauso äußern kann, wie es meine Art ist. Ich will über meine Themen schreiben, will mich keinen anderen Regeln unterwerfen außer denen, die ich mir selber gebe.
Anfänge
Ursprünglich fing ich mit dem Bloggen auf Plattformen an. Blogs von der Stange trafen auf eine vorhandene Mikroszene. Man traf Leute, die genauso begeistert geschrieben und gelesen haben wie ich selbst. Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass das Bloggen für mich nicht eine vorübergehende Mode war, sondern es ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden. Aus den Anfängen entstand das Morgenlandfahrt-Blogrojekt. Der Name war schon da. Wordpress bot die Möglichkeit, sich sowohl optisch als auch inhaltlich individuell auszutoben und es war quasi der logische zweite Schritt. WordPress macht Dich zum Teil einer riesigen, weltweiten Community. Freunde, Leser und allgemein Interessierte sind nur einen Klick weit entfernt. Mit der Zeit kam der Blogger-Hype und dieser brachte positiverweise viel Aufmerksamkeit, er brachte aber auch Entwicklungen, denen ich mich nach einigen Jahren wieder mehr und mehr entziehen wollte und will. Es gab plötzlich Regeln, wie man bloggen musste und es gab und gibt Leute, die meinen festlegen zu müssen, was relevant ist. Kurze Intervalle zwischen den Veröffentlichungen sind so ein (angebliches) Must. Auch das sogenannte selbstreferenzielle Schreiben war/ist ein Dogma. Die Menschen scheinen dabei vollkommen zu vergessen, dass die Spiegelung aller möglichen Themen am eigenen Denken und Fühlen überhaupt erst wirklich relevante Inhalte schafft. Naja, ich habe eine Weile gebraucht, um mich von diesen gefühlt festen Regeln zu emanzipieren und gestehe, dass ich zwischendurch die Lust am Bloggen deutlich verloren hatte.
Bloggen heute
Vor einem guten Jahr habe ich der Blogsoftware (und auch der Blog-Philosophie) WordPress den Rücken gekehrt. Dabei ist es mir nicht so wichtig, dass es damals auch hipp wurde, gegen WordPress (als dem Platzhirschen am Markt) zu stänkern. Vielmehr wollte ich wieder zurück zu manchen Idealen, die mir immernoch bzw. wieder neu erstrebenswert erschienen/erscheinen. Ich fand Textpattern bzw. Textpattern fand mich. Das kann man so und so sehen ;). Textpattern ist keine Blogsoftware, sondern eine Software, die das Erschaffen von kompletten Portalen möglich macht. Ich nutze vorläufig nur einige wenige Funktionen und habe mir daraus ein kleines Blog gebaut. Manche Dinge sind anders. Beispielsweise gibt es keine Trackbacks. Für manche Leute wäre das sicher ein K.O.-Kriterium gegen Textpattern. Für mich steht diese Trackbacklosigkeit als Synonym für wiederentdeckte Blog-Ideale und auch für (m)ein zweites Blogger-Leben. Textpattern erzeugt einerseits standardkonformen Code und ist andererseits extrem einfach und schnell im Umgang. Beispielsweise ist eine automatisierte Verlinkung nicht gewollt. Der Autor soll darüber nachdenken, was er wie erreichen mag. Relevanz wird nicht (künstlich) erzeugt, sondern bildet sich nur durch wirkliche Relevanz von Themen und Inhalten. Das kommt meinem Ideal in Sachen Bloggerei sehr sehr nahe.
Zukunft
Was die Zukunft bringt, weiß ich nicht genau. Ich glaube aus heutiger Sicht sagen zu können, dass ich weiter schreiben und veröffentlichen werde. Die von mir erzeugten Artikel und Beiträge sind oft von beschränkter objektiver Relevanz. Mir ist das nicht so wichtig. Ich schreibe, also bin ich. Wenn sich Leser für meine Geschichten oder Bilder interessieren finde ich das (natürlich) wirklich prima. Wenn sie es aber nicht tun, bleiben meine Themen dennoch weiterhin meine Themen.
Ich wünsche meinen Lesern viel Spaß beim Lesen meiner Artikel und freue mich auf regen Austausch. :)